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Geförderte private Altersvorsorge: Hessen sieht weiteren Verbesserungsbedarf

16.01.2026

Am 15.01.2026 hat der Finanzausschuss des Bundesrates denEntwurf des Altersvorsorgereformgesetzes beraten. Der Entwurf geht dieHerausforderungen der privaten Altersvorsorge an. Was für das FinanzministeriumHessen allerdings noch fehlt, ist ein staatlich organisiertes, aberprivatwirtschaftlich geführtes Standardprodukt nach dem Vorbild der hessischenDeutschland-Rente.

Weiteren Verbesserungsbedarf sieht das Ministerium bei derHöhe des Sonderausgabenabzugs sowie beim Kreis der Förderberechtigten. Es gelteaußerdem, Verschlechterungen für Familien mit niedrigem Einkommen zu vermeiden.Der Finanzausschuss habe den entsprechenden Vorschlägen Hessens zurVerbesserung des Gesetzes zugestimmt.

"Wenn wir die private Altersvorsorge wirklich stärkenwollen, müssen wir den Sonderausgabenabzug von 1.800 Euro auf 3.000 Euroanheben, um allein den Inflationsausgleich seit der letzten Anpassung im Jahr2008 sicherzustellen", sagte Hessens Finanzminister R. Alexander Lorz(CDU). Dass der Gesetzentwurf es möglich mache, das Altersvorsorgedepotzusätzlich mit ungeförderten Beiträgen zu besparen, hält Lorz für "einegute Idee". Das stärke die private Vorsorge zusätzlich.

Weiter führt er aus, Vereinfachungen dürften nicht zulastenvon Familien mit niedrigem Einkommen gehen. Die Hürden, um die volleKinderzulage zu erhalten, dürften nicht zu hochgelegt werden.

Lorz macht sich zudem im Finanzausschuss des Bundesratesdafür stark, den Kreis der Förderberechtigten etwa auf Selbstständige "oderam besten auf alle Menschen im erwerbsfähigen Alter" zu erweitern.

Der Minister meint zudem, ein echtes Standardprodukt müssetransparent, kosteneffizient und renditestark sein. Vor allem müsse es eineechte Vergleichbarkeit "im Dickicht der neuen Produktlandschaft" ermöglichen.Das biete das geplante Standard-Depot noch nicht. Lorz sieht die Lösung ineinem staatlich organisierten, aber privatwirtschaftlich geführtenStandardprodukt nach dem Vorbild der hessischen Deutschland-Rente. Es sorge fürechte Vergleichbarkeit und eröffne die Möglichkeit, "endlich einOpt-Out-Modell in der privaten Altersvorsorge einzuführen." Andere Länderwie Großbritannien und Schweden zeigten "seit Jahren, wie erfolgreichsolche Standardprodukte in der Altersvorsorge funktionieren."

Finanzministerium Hessen, PM vom 15.01.2026

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