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Finanzämter in Rheinland-Pfalz auf Platz 4

Presseinformation 22.07.2022

Steuerzahlerbund vergleicht Bearbeitungszeiten

Mainz, den 22. Juli 2022 – Beim Bearbeiten von Einkommensteuererklärungen haben die Finanzämter in Rheinland-Pfalz leicht an Tempo verloren. Mit durchschnittlich nur noch 38,9 Tagen sanken unsere Finanzämter im Deutschland-Vergleich von Platz 2 auf Platz 4 ab. Trotz Corona-Pandemie geht es aber in fast allen Bundesländern schneller voran. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Steuerzahlerbundes.

Bis zum 31. Juli haben Steuerzahler grundsätzlich Zeit, ihre Einkommensteuererklärung beim Finanzamt einzureichen – aber wegen der Corona-Pandemie mit längerer Frist. Dann heißt es abwarten, bis der Steuerbescheid kommt. Wie lange es dauert, hängt wiederum stark vom Wohnort des Steuerzahlers ab. Der aktuelle BdSt-Vergleich für die Bearbeitungszeiten bezieht sich auf das Veranlagungsjahr 2020, also auf die Steuererklärungen, die bis Ende 2021 abgegeben wurden.

Bei der Betrachtung des allgemeinen Durchschnitts waren die Finanzämter in Berlin mit 33 Tagen an Bearbeitungszeit am schnellsten in Deutschland. Damit verteidigt die Hauptstadt fortgesetzt ihren Spitzenplatz. Mit 35,1 Bearbeitungstagen folgt die Hansestadt Hamburg auf Platz 2 und das Saarland mit 38,2 Arbeitstagen auf Platz 3. Rheinland-Pfalz kommt mit 38,9 Arbeitstagen auf Platz 4. Am längsten mussten die Steuerzahler wiederum in Brandenburg mit durchschnittlich 48,05 Tagen und in Hessen mit 46 Tagen warten.

Bei Arbeitnehmern kann die Bearbeitung etwas schneller erfolgen, wogegen Selbstständige und Unternehmer eventuell mehr Wartezeit einplanen müssen, da ihre Steuerfälle meist komplexer sind. Werden nur die Einkommensteuererklärungen der Arbeitnehmer betrachtet, so ergibt sich ein ähnliches Ranking. Die Hauptstadt Berlin hält Platz 1 mit 31 Bearbeitungstagen, Hamburg folgt auf Platz 2 mit 34,4 Bearbeitungstagen das Saarland liegt mit 35,1 Bearbeitungstagen auf Platz 3. Rheinland-Pfalz nimmt Platz 4 mit 35,6 Bearbeitungstagen ein. Dagegen ist Bremen mit 46,5 Bearbeitungstagen das Schlusslicht im Vergleich.

Ein wichtiger Grund für das solide Ergebnis in Rheinland-Pfalz ist der Kollege Computer. Die komplett automationsgestützt bearbeiteten Einkommensteuererklärungen machten bereits 15 Prozent der Fälle aus. Laut dem zuständigen Landesamt für Steuern ist bei den sog. Autofällen dennoch mit einer Zustellung von Steuerbescheiden frühestens 10 Tage nach Abgabe der Steuererklärung zu rechnen. 

Die Abgabe von Steuererklärungen hat sich übrigens für die Steuerzahler in Rheinland-Pfalz gelohnt. Die durchschnittliche Steuererstattung lag für das Jahr 2020 bei rund 1.100 Euro.

Hinweis: Den vollständigen BdSt-Bearbeitungscheck können Sie Sie als PDF-Datei herunterladen:

Foto: Fotolia/Stockfotos-MG

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