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Großer Stein von Altentreptow
© (privat)

Dicker Brocken: Großes Geld für Großen Stein

Presseinformation 10.12.2020

Der neue Schwarzbuchfall des Bundes der Steuerzahler Mecklenburg-Vorpommern e.V. dreht sich um einen ziemlich dicken Brocken. Es geht um den Großen Stein von Altentreptow - Norddeutschlands größtem Findling.

Der soll, wenn es nach den Plänen der Stadt Altentreptow geht, durch eine Hebung "sichtbarer" gemacht werden. Kostenpunkt: 180.000 Euro. Ein Großteil der Summe dafür kommt vom Land. Jeweils 70.000 Euro geben Strategie- und Vorpommernfonds dazu. Den Rest der Summe füllt die Stadt aus Eigenmitteln auf. Viel Geld in Zeiten wie diesen - für einen fragwürdigen Nutzen. Die (sichtbaren) Maße des Steins sind auch jetzt schon imposant: 8 Meter lang, 6 Meter breit und 5 Meter hoch ragt er aus der Erde. Doch dabei handelt es sich nur um die sprichwörtliche Spitze des Eisberges. Rund zwei Drittel des Findlings liegen noch im Erdreich. Mit der nun beschlossenen Hebung würde der Stein um weitere zwei Meter aus der Erde gehoben: "Die Kosten für die Hebung und der Nutzen stehen aus unserer Sicht in keinem Verhältnis zueinander. Bei allem Verständnis für den Wunsch einer touristischen Aufwertung, die durch Zahlen nicht belegt ist, können wir hier nicht erkennen, wofür insgesamt 180.000 Euro aufgewendet werden sollen, um weitere zwei Meter Höhe zu gewinnen. Der Stein ist danach das, was er auch vorher war: hoch und groß", sagt Landesgeschäftsführerin Diana Behr. Noch dazu käme: Vor kurzem beschloss die Stadt ein Haushaltssicherungskonzept. Die Finanzlage ist angespannt. Auch wenn der Eigenanteil der Stadt zumindest teilweise aus Spenden von Bürgerinnen und Bürgern stammt, lässt sich aus Sicht der Steuerwächterin nur schwer erklären weshalb Hundesteuer und Hebesätze erhöht würden und auf der anderen Seite Mittel in die Hebung des Großen Steins fließen. Darüber hinaus kritisiert der Bund der Steuerzahler auch die Vergabepolitik der beiden Landesfonds. In Zeiten wie diesen Gelder für Steine auszugeben, während Kunst und Kultur darben müssen, sei kein gutes Signal: "Diese Förderentscheidungen wurden vom Vorpommernfonds im September getroffen - mitten in der Pandemie. Wie man da noch Kleinkunstbühnen, Galerien und Solokünstlerinnen und -künstlern der Region in die Augen schauen kann, ist unklar." Der Bund der Steuerzahler Mecklenburg-Vorpommern e.V. war durch einen Hinweis auf das Projekt aufmerksam gemacht worden und hat sich entschieden, diesen Fall im Schwarzbuch online - unter www.schwarzbuch.de zu veröffentlichen. 

Link zum Fall: https://www.schwarzbuch.de/aufgedeckt/steuergeldverschwendung-alle-faelle/details/grosser-stein-fuer-grosses-geld

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