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© Bild von Dieter Ludwig Scharnagl auf Pixabay

70 Mio. Euro für Pauken und Trompeten

Schuldenuhr Jubliäum 09.06.2020

Bundesverteidigungsministerium

Der Bundeswehr mangelt es an allen Ecken und Enden: an Personal, Geld und einsatzfähigem Material. Hinzu kommt die Zusage an die NATO-Partner, mittelfristig bis zu 2 Prozent der Wirtschaftsleistung in das Verteidigungsbudget zu stecken. Das Einhalten dieses Versprechens lastet schwer auf der deutschen Politik – und perspektivisch auf dem Bundeshaushalt. Dennoch gibt es Bereiche in der Bundeswehr, die offensichtlich keine Personal- und Geldsorgen haben. Eindrückliches Beispiel sind die Musikkorps: Inzwischen unterhält die Truppe 15 Korps – 6 beim Heer, jeweils 2 bei der Luftwaffe sowie der Marine, ein Gebirgsmusikkorps, ein Ausbildungsmusikkorps, das Musikkorps der Bundeswehr, das Stabsmusikkorps und die berühmte Big Band der Bundeswehr. Alle Korps sind dem Zentrum Militärmusik der Bundeswehr unterstellt.

Den höchsten Personalbestand hat das Ausbildungsmusikkorps mit rund 100 Musikern, den geringsten das Marinemusikkorps Wilhelmshaven mit 19 Musikern – doch als 15. Musikeinheit der Bundeswehr wurde dieses Korps erst im Oktober 2019 wiedergegründet, nachdem es erst vor wenigen Jahren aufgelöst worden war. Insgesamt unterhält die Bundeswehr nun ein Musikerheer von rund 950 Frauen und Männern. Das hat seinen Preis: Der BdSt schätzt die Gesamtkosten auf bis zu 70 Mio. Euro pro Jahr. Davon haben allein die Sach- und Verwaltungsausgaben zwischen 2014 und 2019 einen Kostensprung von 6,5 Mio. auf 12,3 Mio. Euro hingelegt – ein Anstieg um 90 Prozent! Im selben Zeitraum legte der gesamte Bundesetat nicht einmal um 20 Prozent zu. Wir stellen klar: Die tradierten und vielfältigen Aufgaben der Militärmusik stellt der BdSt nicht in Frage. Allerdings sollte das Verteidigungsministerium prüfen, inwieweit 15 verschiedene Korps tatsächlich vonnöten sind. Sicherlich geht’s auch eine Nummer kleiner, denn auch die Bundeswehr ist verpflichtet, Steuergeld umsichtig einzusetzen!

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