Mitglied werden
Suche
Vor Ort
Presse
Menü
Login
Menü schließen

Menü schließen

Sie sind hier:  Startseite  Aktuelles  In Halver sollen sich Mensch und Tier an...
© Noah Diedrich

In Halver sollen sich Mensch und Tier an Pfählen reiben

Bund der Steuerzahler Nordrhein Westfalen e. V. 14.04.2020, Janine Bergendahl

Sind die geplanten Scheuerpfähle sinnvoll oder – Vorsicht, Wortspiel! – einfach bescheuert? Entlang des Wanderweges X 20 sollen 20 Skulpturen in Meinerzhagen, Kierspe, Halver und Schalksmühle aufgestellt werden. Mit fast 50.000 Euro aus dem Heimat-Programm des Landes NRW wird das Projekt gefördert. Dabei stammt die Idee aus Ostfriesland.

Hier wurden bereits 2011 Scheuerpfähle in die ostfriesische Landschaft gestellt, auf dass sich Tier und Wanderer an ihnen schubbern mögen. „Wellness für die Kühe“ und „ungewöhnliche Symbiose von Kunst und Landwirtschaft am Ostfriesland-Wanderweg“ beschrieb die dortige Presse das Projekt. Auf Info-Tafeln und in einer Broschüre wird die Kunst dem Betrachter erklärt. 
VAKT, der „Verein Aktion Kunst Treff“ aus Halver, hat die Idee aufgegriffen und einen Förderantrag gestellt. Vorbild sind auch fürs Sauerland die früher von Landwirten auf den Weiden aufgestellten Scheuerpfähle. Man wolle „Bürgerinnen und Bürgern und Besuchern der Region die Auseinandersetzung mit Kunst auch außerhalb von Museen und Veranstaltungen ermöglichen“, so heißt es in den Sitzungsunterlagen. 
Die 20 Skulpturen entlang des Wanderweges sollen von Künstlerinnen und Künstlern aus der Region gestaltet werden. Diskus-​sion ist dabei durchaus erwünscht: „An diesen Skulpturen kann der Betrachter sich sinnbildlich ,reiben‘ und daher sind viele Standorte auch so gewählt, dass man Orte vorfindet, zu denen die Öffentlichkeit kon-troverse Meinungen hat oder hatte. Beispielhaft seien hier die Schieferhäuser erwähnt, deren Umbau im Rahmen der Regionale 2013 kritisch diskutiert wurde.“
Für den Bund der Steuerzahler sind bei derartigen Kunst-Installationen auch die Folgekosten wichtig. Bürgermeister Michael Brosch antwortete zuversichtlich auf die BdSt-Anfrage: „Bei ordnungsgemäßer Installation gehen wir derzeit davon aus, dass sich dies für die Dauer der Zweckbindung auf eine reine Sichtkontrolle beschränkt, die durch die Mitarbeiter des Baubetriebshofes bei der turnusmäßigen Kontrolle der Flächen vorgenommen werden kann und daher nur einen sehr geringen Aufwand verursacht.“ Ob Wind, Wetter, Tier und Mensch wirklich so pfleglich mit den Pfählen umgehen werden, bleibt abzuwarten. Die ersten Pfähle sollen bereits im Frühjahr installiert werden. In Halver sind vier Standorte vorgesehen. Die Stadt unterstützt das Kunstprojekt ideell durch das Einwerben einer Spende von 3.000 Euro. Außerdem übernimmt Halver die Verkehrssicherungspflicht.

Mit Freunden teilen
Die Schuldenuhr Deutschlands

Veränderung pro Sekunde

Staatsverschuldung Deutschland