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Janine Bergendahl

Das Parkcafé in Köln wird aufwändig renoviert

Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen e. V. / News für Rentner / Arbeitnehmer-News / Newsticker Nordrhein-Westfalen 14.11.2021, Janine Bergendahl

„Ein Juwel wird wachgeküsst“, so steht es auf der neuen Webseite des Kölner Parkcafés. Schon jetzt ist klar: So ein Juwel kostet viel Geld. 

Das Café im Kölner Rheinpark mit seiner typischen, geschwungenen Architektur will zu einer Zeitreise in die 1950er Jahre einladen. Gebaut und eröffnet zur Bundesgartenschau 1957 wird das Lokal bald auf drei Etagen Platz für rund 1.000 Besucher bieten. Lange war das Café unbewirtschaftet und lag brach. Über die Jahre verfiel das Gebäude immer mehr, das bereits seit 1989 unter Denkmalschutz steht. 
Im Dezember 2013 beschloss der Rat der Stadt Köln die Sanierung und Revitalisierung des Parkcafés im Rahmen des Programmes „Win-Win für Köln“. Damals wurden die Kosten auf 2,72 Millionen Euro geschätzt. Voraussetzung war dabei, dass der Stadt durch den späteren Betrieb als Café und Restaurant im Ganzjahresbetrieb keine Folgekosten entstehen und daher vorab ein geeigneter Betreiber ausgewählt werden musste. Via Ausschreibungsverfahren wurde der künftige Betreiber gefunden. 
Im Juli 2015 konnte mit der Entkernung begonnen werden. Veränderungswünsche des Urheberrechtsinhabers machten dann aber eine Überarbeitung an den bereits abgestimmten Plänen notwendig. „Durch den Abstimmungsprozess mit dem Urheberrechtsinhaber und der dann notwendigen Änderung der Planung und daraus folgenden denkmalschutzrechtlichen Genehmigungen ist es zu einer ersten Bauverzögerung gekommen. Darüber hinaus hat seit 2017 die stetig gute bzw. weiter wachsende Wirtschaftslage zu erheblichen Verzögerungen von Vergabeverfahren in Baugewerken geführt. So gingen teilweise überhaupt keine Angebote ein oder lagen weit über der Kostenschätzung, was Mehrfachausschreibungen zur Folge hatte.“ (Beschlussvorlage 1988/2021). 
Ende 2019 mussten deshalb die Sanierungskosten bereits nach oben korrigiert werden: „Unter Berücksichtigung aller beschriebenen Umstände ist aktuell für die Sanierung des Parkcafés mit Kosten in Höhe von 3,8 Millionen Euro zu rechnen“, hieß es damals. 
Das Konzept von „Win-Win“ sieht vor, Arbeitsuchende aus dem ersten und zweiten Arbeitsmarkt zusammenzubringen. Junge Arbeitslose, Langzeitarbeitslose und Menschen mit besonderen Vermittlungshemmnissen, die auf dem freien Arbeitsmarkt kaum eine Chance auf eine Anstellung haben, bekommen eine Beschäftigung und Qualifizierung. Dadurch kann es aber auch zu Verzögerungen und Kostensteigerungen kommen: Manche Bauschritte müssen nachgearbeitet werden, andere dauern einfach länger als bei Firmen des ersten Arbeitsmarktes. 
Erschwerend platze die Corona-Pandemie in die Baustelle: Die unterschiedlichen Gewerke konnten nicht mehr uneingeschränkt parallel arbeiten, und die reduzierte Arbeiterzahl wirkte sich auf den Zeitplan und die Kosten aus. Im September musste der Rat einer weiteren Erhöhung der Sanierungskosten zustimmen, andernfalls wäre das Café wohl eine Bauruine geworden. Vor allem aber drohten empfindliche Schadenersatzsummen von Baufirmen, Fachplanern und nicht zuletzt dem künftigen Betreiber. Aktuell rechnet man damit, die Sanierung für 5,75 Millionen Euro über die Bühne zu bringen. 
Es sind aber noch mindestens drei Vergaben durchzuführen (z.B. für die Außenanlagen).Trotzdem soll das Rheinparkcafé Ende 2021 fertig werden. Die erforderlichen Abnahmen sind auf Anfang 2022 terminiert, so dass voraussichtlich im Frühjahr 2022 eine Übergabe an den Betreiber erfolgen kann. 

 

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