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Schuldenuhr
© BdSt/Filz

Darum steigt das Schuldenuhr-Tempo 2026 so rasant

Top News / Presseinformation 07.01.2026

BdSt-Präsident Reiner Holznagel fordert Debatte über Folgen der Staatsverschuldung

6.918 Euro neue Schulden kommen pro Sekunde dazu – und 1.601 Euro pro Sekunde fließen allein in Zinsen: Die Schuldenuhr Deutschlands tickt 2026 noch schneller! Und das in einem Jahr, in dem die Steuereinnahmen zum ersten Mal die Marke von 1.000 Milliarden Euro überschreiten sollen. Damit steuert Deutschland auf einen doppelten Rekord zu: Rekordsteuereinnahmen – und zugleich Rekordneuverschuldung. Das ist die Quittung für eine Haushaltspolitik, die auf Ausgaben-Steigerungen statt auf Prioritäten setzt, stellt der Bund der Steuerzahler (BdSt) fest und spricht von einem Warnsignal. „Wer Rekordsteuereinnahmen einfährt und zugleich Rekordschulden macht, hat den finanzpolitischen Kompass verloren. Ich sehe kein Ministerium, das Einsparvorschläge vorlegt – stattdessen wird weiter verteilt“, kritisiert BdSt-Präsident Reiner Holznagel und fordert: „Der Bundesetat 2027 braucht ein Sparkonzept, um die Schuldenspirale zu stoppen. Schluss mit XXL-Schulden!“

 

Die Zahlen 2026

Grundlage sind die aktuellen Haushaltsplanungen von Bund, Ländern und Kommunen für 2026.

  • Gesamtstaatliche Neuverschuldung: mehr als 218 Milliarden Euro
  • Schuldenuhrtempo: 6.918 Euro pro Sekunde (zuvor 5.085 Euro)
  • Zinsausgaben pro Sekunde: 1.601 Euro (zuvor 1.503 Euro)
  • Gesamtverschuldung: aktuell mehr als 2,6 Billionen Euro

 

Der Bund – Die Länder – Die Kommunen 2026

Größter Anteil an der Neuverschuldung hat der Bund: In diesem Jahr plant er eine Nettokreditaufnahme von mehr als 181 Milliarden Euro. Treiber sind die Rekordausgaben im Bundeshaushalt und die schuldenfinanzierten Sondervermögen.

Die Länder verfolgen unterschiedliche Strategien. Zusammen planen sie mit 19 Milliarden Euro Nettokreditaufnahme, doch die Spannweite ist groß. Dazu ein paar Fakten:   

  • Nordrhein-Westfalen liegt mit 4,3 Milliarden Euro an der Spitze des Länder-Rankings.
  • Sachsen-Anhalt und das Saarland erklären eine Notsituation, um Notlagenkredite zu nutzen.
  • Zwei Drittel der Länder nutzen für ihre Nettokreditaufnahme die Möglichkeit struktureller Neuverschuldung.
  • Sachsen sieht keine Neuverschuldung vor.
  • Bayern plant eine Netto-Tilgung von vorerst 50 Millionen Euro.

Auch die Kommunen tragen zunehmend zum Schuldenuhr-Tempo bei. Städte und Gemeinden werden das alte Jahr 2025 voraussichtlich mit einem Rekord-Defizit von mindestens 30 Milliarden Euro abschließen. Für das Schuldenuhr-Tempo 2026 berücksichtigt der BdSt eine kommunale Neuverschuldung von vorerst 18 Milliarden Euro, weil die Haushaltslage vielerorts angespannt bleibt und die Kommunen weiter unter Druck stehen.

 

Die Zinslasten 2026

Die Zinsausgaben von Bund, Ländern und Kommunen steigen 2026 auf mehr als 50 Milliarden Euro an. Im Einzelnen schlagen zu Buche:

  • Bund: rund 31 Milliarden Euro
  • Länder: zusammen knapp 14 Milliarden Euro
  • Kommunen: mehr als 5 Milliarden Euro

BdSt-Präsident Reiner Holznagel appelliert an die Regierungen: „Wir brauchen eine ehrliche Debatte über die Folgen der Staatsverschuldung. Sozialpolitische Versprechen sind nicht solide finanziert. Und Zinszahlungen schränken Spielräume ein! Wenn dieser Kurs nicht geändert wird, steigen die Lasten für künftige Steuerzahler und Beitragszahler. Schulden von heute belasten die nächste Generation!“

 

So berechnet der BdSt das Schuldenuhr-Tempo

  • Das Schuldenuhr-Tempo umfasst die neu geplanten Schulden aus Kernhaushalten und wesentlichen Nebenhaushalten von Bund, Ländern und Kommunen.
  • Die Zinsausgaben werden aus den Haushaltsplänen des laufenden Jahres abgeleitet und ebenfalls pro Sekunde ausgewiesen.
  • Der Gesamtschuldenstand berücksichtigt zusätzlich Extrahaushalte sowie Kassenverstärkungskredite.

Der BdSt aktualisiert die Schuldenuhr Deutschlands, sobald Haushaltsdaten fortgeschrieben werden oder das Statistische Bundesamt neue Werte zur Gesamtverschuldung veröffentlicht.

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