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© Bild von ming dai auf Pixabay

Corona bringt die Bundeswehr ins Hotel

01.06.2020

Um das Virus nicht in die Auslandseinsätze einzuschleppen, geht die Bundeswehr ungewöhnliche Wege: Die Soldaten kommen vor den Einsätzen in die „isolierte Unterbringung“ im Hotel. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie treiben teilweise eigenartige Blüten. So auch bei der Bundeswehr. Diese brachte Soldaten vor Abflug in ihre Auslandseinsätze für je zwei Wochen in Hotels unter. Was war geschehen?

Um die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr-Kontingente im Auslandseinsatz auch in Pandemie-Zeiten aufrechtzuerhalten und die internationalen Partner sowie die Bevölkerung vor Ort nicht dadurch zu gefährden, dass die deutschen Soldaten das Virus einschleppen, wurden die Soldaten vor dem Einsatz für je 14 Tage isoliert untergebracht. Dies teilte das Verteidigungsministerium dem Bund der Steuerzahler auf Anfrage mit. So weit, so nachvollziehbar. Verwunderlich ist nur, dass die Soldaten dafür in Hotels untergebracht werden und nicht in den Kasernen. Der BdSt fragte nach. Die Antwort des Verteidigungsministeriums: Die isolierte Unterbringung unter strengen Hygienevorgaben und den damit verbundenen Anforderungen und organisatorischen Aufwendungen sei in den Liegenschaften der Bundeswehr nur in Ausnahmefällen möglich. Aufgrund der begrenzten Kapazitäten würde dies zu deutlichen Einschränkungen im Grundbetrieb der Streitkräfte führen.

Darum ging es für die Soldaten ins Hotel statt in die Kaserne. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden zwischen Mitte März und Mitte Mai 2020 rund 1.100 Personen isoliert in Hotels untergebracht. Kosten für die Unterbringung in diesem Zeitraum: rund 2 Mio. Euro. Da unklar ist, wie lange die Isolierung vor dem Einsatz noch notwendig sein wird, ist auch noch nicht klar, wie lange die Soldaten vor ihrem Einsatz ins Hotel gehen werden. Immerhin ist zu hoffen, dass die Soldaten so wenigstens erholter in ihren Einsatz gehen.

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