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Alkopopsteuer

Steuerlexikon / Familie / Freiberufler / Ruheständler / Arbeitnehmer 15.06.2018

Die Alkopopsteuer wurde erst zum 1. Juli 2004 eingeführt und soll das Abgabeverbot von Alkopops an Kinder und Jugendliche ergänzen.

Steuereigenschaften

Steuergegenstand alkoholhaltige Süßgetränke (Alkopops)
Bemessungsgrundlage alkoholische Süßgetränke mit einem Alkoholgehalt zwischen 1,2 und 10 Volumenprozent, die trinkfertig mit bestimmten Spirituosen gemischt in verkaufsfertigen, verschlossenen Behältnissen abgefüllt sind
Steuersatz 5.550 Euro/hl Alkohol; Alkopops mit einem Alkoholgehalt von 5,5 Prozent, abgefüllt in einer 0,275-Liter-Flasche, werden mit umgerechnet 0,84 Euro besteuert
Aufkommen 2,0 Mio. Euro (2017)
Anteil am Steueraufkommen 0,0003 Prozent (2017)
Ertragshoheit Bund

 

Beurteilung

  • Sonderabgabe zur Finanzierung von Maßnahmen zur Suchtprävention der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
  • verstößt gegen eine gerechte und gleichmäßige Lastenverteilung gemäß dem Leistungsfähigkeitsprinzip
  • ungerechtfertigte steuerliche Dreifachbelastung von Alkopops, da sie bereits sowohl der
  • Branntweinsteuer als auch der allgemeinen Umsatzsteuer unterliegen
  • Steuer auf Steuer: Alkopopsteuer zählt zur Bemessungsgrundlage der Umsatzsteuer
  • vermutlich wirkungslos bzgl. des Ziels, den Alkoholkonsum von Jugendlichen zu reduzieren

 

Empfehlung

  • Abschaffung der Alkopopsteuer
  • soll der Alkoholkonsum von Jugendlichen eingeschränkt werden, sind (verschärfte) Abgabeverbote, flankiert mit einer Aufklärung zu Gefahren und Risiken des Alkoholkonsums, geeignetere Maßnahmen

 

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