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Private Altersvorsorge: Änderungen bei steuerlicher Förderung geplant

17.02.2026

Die Bundesregierung will die private Altersvorsorgereformieren. Ihr Gesetzentwurf "zur Reform der steuerlich gefördertenprivaten Altersvorsorge"  (Altersvorsorgereformgesetz,BT-Drs. 21/4088) soll am 26.02.2026 in erster Lesung beraten werden.

Gegenstand der halbstündigen Debatte ist auch ein Antrag derFraktion Bündnis 90/Die Grünen mit dem Titel "Ein Bürgerfonds für einebessere ergänzende Altersvorsorge – Einfach, sicher, renditestark" (BT-Drs.21/3617). Beide Vorlagen sollen nach der Debatte an die Ausschüsse überwiesenwerden. In beiden Fällen soll der Finanzausschuss die Federführung bei denweiteren Beratungen übernehmen.

Die Bundesregierung will ein kostengünstiges, einfaches,transparentes und gut erklärbares Angebot an neuen privatenAltersvorsorgeprodukten ermöglichen. Es soll eine breite Bevölkerungsschichtmotivieren, zur Sicherung des Lebensstandards im Alter in die privateAltersvorsorge zu investieren. Damit diese Produkte höhere Renditen in derAnsparphase erzielen können, würden die Kriterien, die bisher für dieZertifizierung eines Altersvorsorgevertrages gelten, neu gefasst, heißt es.

Neben sicherheitsorientierten Garantieprodukten mitgarantiertem Kapital zu Beginn der Auszahlungsphase solle auch einförderfähiges und zertifiziertes Altersvorsorgedepot "ohne Garantie"zugelassen werden, in dessen Vertragsrahmen in Fonds, aber auch in andere fürKleinanlegerinnen und Kleinanleger geeignete Anlageklassen investiert werdenkann.

Die bisherige Ausgestaltung der steuerlichen Förderung überZulagen mit hohen Förderquoten für Altersvorsorgende mit kleinen und mittlerenEinkommen und Familien mit Kindern sowie über den Sonderausgabenabzug in derAnsparphase und einer nachgelagerten Besteuerung der Leistungen in derAuszahlungsphase soll erhalten bleiben, macht die Regierung deutlich.

Hierbei solle die bisherige Förderung durchbeitragsproportionale Grund- und Kinderzulagen einfacher und transparenterwerden, stärker die Beitragsleistungen der Altersvorsorgenden berücksichtigenund deshalb größere Anreize zu mehr Eigensparleistungen setzen.

Einen "Bürgerfonds als öffentlich verwaltetes,kostengünstiges, renditestarkes und nachhaltiges Standardprodukt für dieprivate Altersvorsorge" fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen inihrem Antrag.

In diesen sollen abhängig Beschäftigte einen Teil ihresGehalts für ihre individuelle Altersvorsorge automatisch einzahlen, "sofernsie dem nicht aktiv widersprechen". Wer widerspricht, soll in privateKonkurrenzangebote einzahlen können. Die Antragsteller nennen das schwedischeModell als Vorbild.

Deutscher Bundestag, PM vom 02.02.2026

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