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Wohnkosten

Die Wohnkosten müssen sinken!

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Unser Wohnnebenkosten-Vergleich

Die hohen und häufig weiter steigenden Wohnkosten empfinden die Bürger zunehmend als Belastung. Die Politik muss daher mehr tun, damit das Wohnen bezahlbar bleibt. Wie groß der Handlungsbedarf ist, zeigt auch der aktuelle BdSt-Wohnnebenkosten-Vergleich für die 16 Landeshauptstädte. Dieser verdeutlicht, wie stark ein 3-Personen-Haushalt mit Einfamilienhaus (120 m² Wohnfläche, 300 m² Grundstücksfläche) belastet wird.

Der BdSt-Wohnnebenkosten-Vergleich zeigt exemplarisch, wie hoch die staatliche Belastung des Wohnens ist. Aber auch die großen Kostenunterschiede zwischen den Städten sind auffällig. So sind die Wohnnebenkosten in Berlin (West) rund 56 Prozent höher als in Mainz. In vielen Städten gibt es daher Spielraum für Entlastungen. Doch in den letzten drei Jahren ging die Entwicklung häufig in die falsche Richtung: 9 Städte sind teurer geworden, nur in 5 Städten sind die Wohnnebenkosten leicht gesunken. Es ist also Zeit für eine Trendwende!

Fazit

In den letzten Jahren ist die Belastung durch die Grunderwerbsteuer und die Wohnnebenkosten häufig stark gestiegen. Hier muss die Politik ansetzen und gegensteuern: Damit das Wohnen in Deutschland wirklich bezahlbar bleibt, müssen Mieter und Selbstnutzer spürbar entlastet werden.

Unsere Forderungen

Darf nicht teurer werden

Grundsteuer aufkommensneutral reformieren: Der BdSt plädiert für eine wertunabhängige Einfachgrundsteuer mit niedrigen Hebesätzen.

Eigenheim ermöglichen

Spürbare Entlastungen bei der Grunderwerbsteuer: Kurzfristig sollte der Ersterwerb eines typischen Eigenheims steuerfrei gestellt werden. Zudem sollten generell die Steuersätze deutlich reduziert werden.

Stromsteuer senken

Der Stromsteuersatz, der den EU-Mindestwert um das 20-fache übersteigt, ist abzusenken.

Wohnnebenkosten senken

Die Mehrwertsteuer auf Energie sollte von 19 Prozent auf 7 Prozent gesenkt werden, wie es bereits in anderen EU-Staaten der Fall ist.

Bauboom auslösen

Die Abschreibungsmöglichkeiten für Wohnimmobilien sollten verbessert und bürokratische Hemmnisse abgebaut werden. Das würde einen Anreiz für zusätzliche Bauinvestitionen auslösen, was den Preisdruck zugunsten der Bürger dämpfen könnte.

Unsere Forderungen

Grundsteuer
Grunderwerbsteuer
Energiekosten
Mehrwertsteuer
Abschreibungen

Darf nicht teurer werden

Grundsteuer aufkommensneutral reformieren: Der BdSt plädiert für eine wertunabhängige Einfachgrundsteuer mit niedrigen Hebesätzen.

Eigenheim ermöglichen

Spürbare Entlastungen bei der Grunderwerbsteuer: Kurzfristig sollte der Ersterwerb eines typischen Eigenheims steuerfrei gestellt werden. Zudem sollten generell die Steuersätze deutlich reduziert werden.

Stromsteuer senken

Der Stromsteuersatz, der den EU-Mindestwert um das 20-fache übersteigt, ist abzusenken.

Wohnnebenkosten senken

Die Mehrwertsteuer auf Energie sollte von 19 Prozent auf 7 Prozent gesenkt werden, wie es bereits in anderen EU-Staaten der Fall ist.

Bauboom auslösen

Die Abschreibungsmöglichkeiten für Wohnimmobilien sollten verbessert und bürokratische Hemmnisse abgebaut werden. Das würde einen Anreiz für zusätzliche Bauinvestitionen auslösen, was den Preisdruck zugunsten der Bürger dämpfen könnte.

Leere Versprechungen

Wohnen muss bezahlbar bleiben! Steuern und Abgaben machen das Wohnen jedoch immer teurer, stellt der Bund der Steuerzahler kritisch fest. Ob Grundsteuer, Grunderwerbsteuer, hohe Stromnebenkosten oder steigende Müllgebühren: Oft ist der Staat selbst Kostentreiber für hohe Mieten oder zusätzlichen Kosten für das Eigenheim.

Die Politik verspricht seit Jahren gutes und bezahlbares Wohnen. Deshalb spannt sie Wohnungswirtschaft und Eigentümer zum Beispiel bei der Mietpreisbremse ein. Allerdings verdient der Staat am Wohnen ebenfalls ordentlich mit. Deshalb fordert der Bund der Steuerzahler, dass auch der Fiskus seinen Beitrag zu bezahlbaren Wohnraum leistet! Dazu zählt aus unserer Sicht eine maßvolle Grund- und Grunderwerbsteuerbelastung sowie Energiebesteuerung.

Grundsteuer

In den vergangenen Jahren gab es einen starken Belastungsanstieg bei der Grundsteuer. Sechs von zehn Gemeinden haben zwischen 2011 und 2016 den Hebesatz der Grundsteuer B mindestens einmal erhöht. Hebesatzsenkungen waren hingegen nur in einer von hundert Gemeinden zu verzeichnen. Die Durchschnittshebesätze der Grundsteuer B sind in diesem Zeitraum von 418 auf 464 Prozent gestiegen. Daher sind auch die Einnahmen aus der Grundsteuer im Aufwärtstrend: Während die Einnahmen im Jahr 2010 noch 11 Milliarden Euro betrugen, stiegen sie im Jahr 2017 auf über 14 Milliarden Euro an. Das ist ein Zuwachs von mehr als einem Viertel. Da die Grundsteuer eine Volkssteuer ist, werden alle Bürger belastet. Denn die Grundsteuer wird in der Regel vom Vermieter auf den Mieter abgewälzt und nimmt mittlerweile einen großen Posten auf der Nebenkostenabrechnung ein.

Wegen der veralteten Einheitswerte hat das Bundesverfassungsgericht die derzeitige Grundsteuer für verfassungswidrig erklärt. Bei der Reform muss die Politik sicherstellen, dass das Wohnen nicht noch teurer wird. Das Reformmodell der Länder stellt aber auch auf die häufig dynamisch steigenden Bodenpreise ab, sodass ein Anstieg der Grundsteuerlast für viele Bürger droht. Wir plädieren daher für eine wertunabhängige Einfachgrundsteuer, weil dadurch automatischen Steuererhöhungen ein Riegel vorgeschoben wird.

Grunderwerbsteuer

Besonders dramatisch ist die Entwicklung bei der Grunderwerbsteuer. Das Aufkommen hat sich von 5,3 Milliarden Euro (2010) auf 13,1 Milliarden Euro (2017) mehr als verdoppelt. Der Grund: Seit 2006 können die Bundesländer den Steuersatz selbst festlegen. Seither gab es 27 Steuererhöhungen. Lediglich in Sachsen und Bayern liegt der Steuersatz noch unverändert bei 3,5 Prozent. Hingegen erheben Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und das Saarland den Höchststeuersatz von 6,5 Prozent. Damit hat sich die Belastung in diesen Bundesländern innerhalb weniger Jahre nahezu verdoppelt. Entlastungen sind also überfällig, damit der Erwerb von Wohneigentum erschwinglicher wird. 

 

Grunderwerbsteuersätze in den Bundesländern

Bundesland Steuersatz in Prozent Anzahl Steuersatzerhöhungen
Baden-Württemberg 5,0 1
Bayern 3,5 /
Berlin 6,0 3
Brandenburg 6,5 2
Bremen 5,0 2
Hamburg 4,5 1
Hessen 6,0 2
Mecklenburg-Vorpommern 5,0 1
Niedersachsen 5,0 2
Nordrhein-Westfalen 6,5 2
Rheinland-Pfalz 5,0 1
Saarland 6,5 4
Sachsen 3,5 /
Sachsen-Anhalt 5,0 2
Schleswig-Holstein 6,5 2
Thüringen 6,5 2
Insgesamt* 5,4 27
Quelle: eigene Recherche (Stand: Mai 2018) * Steuersatz: ungewichteter Durchschnitt.    

Energiekosten

Energiekosten

Wie sehr Steuern und Abgaben das Wohnen verteuern, wird auch bei einem Blick auf die Betriebs- bzw. Mietnebenkosten deutlich. Allein der Stromverbrauch wird inzwischen mit acht staatlichen Abgaben belastet. Die größten Posten sind dabei die EEG-Umlage, gefolgt von der Umsatz- und der Stromsteuer. Hinzu kommt, dass die Belastung in den letzten Jahren stark gestiegen ist: Während 1998 die staatlichen Abgaben noch rund ein Viertel des Strompreises ausmachten, sind es heute bereits mehr als die Hälfte.

Auch bei den Heizkosten ist der Staat durch die Energie- und Mehrwertsteuer ein wesentlicher Kostentreiber. Beide Steuern werden in der Regel auf die Endverbraucher überwälzt. Dadurch beträgt beispielsweise der staatliche Anteil an den Heizölkosten rund 25 Prozent. Die hohen Energiekosten sind besonders für Geringverdiener eine große Belastung: Denn je kleiner das Einkommen, desto größer ist der Teil des Einkommens, der für Energie aufgewendet werden muss.

Bestandteile des durchschnittlichen Strompreises für private Haushalte im Jahr 2018

Strompreisbestandteile     in Cent/kWh   in Prozent
Strompreis insgesamt     29,42   100,00
Davon staatliche Abgaben     15,97   54,30
EEG-Umlage     6,79   23,10
Umsatzsteuer     4,40   16,00
Stromsteuer     2,05   7,00
Konzessionsabgabe     1,66   5,60
Sonstige Umlagen*     0,76   2,60
Davon sonstige Preisbestandteile     13,45   45,70
Beschaffung/Vertrieb     6,18   21,00
Netzentgelt/Abrechnung/Messung     7,27   24,70
Quelle: BDEW (2018), S. 13; * Offshore-Haftungsumlage, KWK-Umlage, §19-Umlage, abLa-Umlage. Abweichungen durch Rundung.