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Gewerbesteuer 2021: In Bayern trugen Großbetriebe mehr als die Hälfte zum Gewerbesteuermessbetrag bei
Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistikwurde im Jahr 2021 bayernweit ein Gewerbesteuermessbetrag von insgesamt 3,2Milliarden Euro als Besteuerungsgrundlage für die Gewerbesteuer festgesetzt.Das bedeute einen Anstieg um 15,7 Prozent im Vergleich zu 2020. Insgesamtwurden 775.151 gewerbesteuerpflichtige Betriebe (ohne Organgesellschaften) indie Berechnung einbezogen; 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Verglichen mit 2016erhöhte sich die Anzahl der gewerbesteuerpflichtigen Betriebe 2021 sogar um12,8 Prozent.
Hinsichtlich der Besteuerungsgrundlagen stellt dasLandesamt fest, dass der Gewinn aus Gewerbebetrieb in 2021 bei 113,2 MilliardenEuro und somit um 14,8 Prozent über dem Vorjahreswert lag. Zieht man einenVergleich innerhalb eines Fünf-Jahres-Zeitraumes, so erhöhte sich der Gewinnaus Gewerbebetrieb verglichen mit dem Jahr 2016 um 33,0 Prozent. Der Verlustaus Gewerbebetrieb 2021 betrug 24,2 Milliarden Euro.
Der vortragsfähige Verlust 2021 (170,9 Milliarden Euro)erhöhte sich in Relation zum Jahr 2020 (+3,6 Prozent). Verglichen mit 2016 istlaut Statistischem Landesamt beim vortragsfähigen Verlust 2021 ein Zuwachs von15,6 Prozent festzustellen.
Nur 307.311 (beziehungsweise 39,6 Prozent) der insgesamt775.151 Betriebe verzeichneten in 2021 einen positiven Steuermessbetrag. Sieallein trugen damit zum Gesamtvolumen des Gewerbesteuermessbetrages bei. 467.840Betriebe (beziehungsweise 60,4 Prozent) wiesen einen Steuermessbetrag von Nullauf und wurden daher auch nicht von den Gemeinden zur Gewerbesteuerherangezogen.
Bei der Betrachtung des Steuermessbetrages nachBetriebsgrößenklassen falle eine starke Konzentration auf Betriebe mit hohenGewerbeerträgen von fünf Millionen Euro oder mehr auf: Einerseits sind nur 0,6Prozent beziehungsweise 1.996 der gewerbesteuerpflichtigen Betriebe mitpositivem Steuermessbetrag in diese Größenklasse eingeordnet, andererseitserwirtschaftete diese Gruppe mit 1,8 Milliarden Euro beziehungsweise 55,3Prozent mehr als die Hälfte des gesamten Steuermessbetrages. Bei diesengewerbeertragsstarken Betrieben handelte es sich zu 65,7 Prozent (beziehungsweise1.312 Betriebe) um Kapitalgesellschaften, während lediglich 0,9 Prozent, also18 Betriebe, Einzelgewerbetreibende waren.
Auf Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise ergabensich die höchsten Steuermessbeträge in der Stadt München (612,1 MillionenEuro). Es folgte mit einigem Abstand der Landkreis München (385,3 MillionenEuro). Die Stadt Nürnberg erreichte mit 113,1 Millionen Euro den dritthöchstenBetrag. Die niedrigsten Steuermessbeträge verzeichneten die Stadt Kaufbeuren(5,8 Millionen Euro) sowie die Stadt Ansbach (6,3 Millionen Euro).
Bayerisches Landesamt für Statistik, PM vom 19.01.2026