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Änderungen bei Strom und Gas: Was bringen die neuen Entlastungen?

21.01.2026

Steigende Energiepreise haben private Haushalte in denvergangenen Jahren stark belastet. Zum Jahreswechsel 2026 setze dieBundesregierung nun gegenläufige Signale, so die Lohnsteuerhilfe Bayern:Während einzelne Kostenfaktoren beim Heizen weiter zunehmen, sollenEntlastungen bei Gas und Strom insgesamt für spürbar niedrigere Rechnungensorgen. Welche Preisbestandteile wegfallen, wo neue Belastungen entstehen undwas das unter dem Strich für Haushalte bedeutet, zeige ein genauer Blick aufdie gesetzlichen Änderungen ab Januar 2026.

Die Gasspeicherumlage mit 0,35 Cent pro kWh, die seit 2022zur Sicherung der Gasversorgung erhoben wurde, entfalle zum 1. Januarvollständig. Für einen durchschnittlichen Vierpersonenhaushalt imEinfamilienhaus habe sie bislang Mehrkosten von etwa 70 Euro pro Jahr bedeutet,so die Lohnsteuerhilfe. Die niedrigeren Gaspreise machten zudem eine günstigereProduktion von Strom in Gaskraftwerken möglich. Weiterhin sollen dieStrompreise für Haushalte langfristig stabilisiert werden, indem dieNetzentgelte für Strom sinken. Zusammengenommen könnten private Haushalte durchniedrigere Gas- und Stromkosten im Durchschnitt bis zu 160 Euro pro Jahrsparen.

Der CO2-Preis hingegen steige beim Heizen mit fossilenEnergien jährlich an. Eine Tonne CO2 wurde 2025 mit 55 Euro versteuert. Mit demJahreswechsel dürften die CO2-Zertifikate erstmals versteigert werden. Damitder Preissprung nicht so hoch ausfällt, dürfe eine Tonne maximal 65 Eurobetragen. Dies würde im Beispiel Mehrkosten von 48 Euro bei Gas und 64 Euro beiHeizöl bedeuten. Dazu seien noch die Kraftstoffe an der Tankstelle davonbetroffen. Rein rechnerisch hätten es rund drei Cent mehr für einen Liter Dieseloder Benzin sein sollen. Die Preise an den Tankstellen sprächen eine andereSprache.

Und auch die Gasnetzentgelte könnten in vielen Regionenansteigen, so die Lohnsteuerhilfe. Schätzung gingen von durchschnittlich um0,28 Cent pro kWh aus. Dies löse eine Verteuerung um 55 Euro im Beispiel aus.Jedoch hänge das vom jeweiligen Gasanbieter ab. Die Teuerung werde durch diegesetzliche Abschreibung der Netzbetreiber und immer weniger Gasverbraucherausgelöst.

Unterm Strich bringe das Energiejahr 2026 für vieleHaushalte vielleicht eine moderate Entlastung, auch wenn die Bundesregierungvon zehn Milliarden Euro Entlastung spreche, so die Einschätzung derLohnsteuerhilfe. Wegfallende Umlagen und niedrigere Netzentgelte dämpften dieKosten für Strom und Gas, während steigende CO2-Preise und regionaleNetzentgelte neue Belastungen darstellen. "Über die Höhe der Entlastungentscheidet am Ende die individuelle Verbrauchssituation und der Wohnort",erklärt Tobias Gerauer, Vorstand der Lohnsteuerhilfe Bayern. "Energiepolitischwird 2026 beim Energiepreis somit sicherlich kein Befreiungsschlag, sondern einRechenspiel."

Lohnsteuerhilfe Bayern, PM vom 20.01.2026

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