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BdSt NRW-Projektleiter Jens Ammann im Interview mit der Rheinischen Post.
© BdSt NRW/RP

Bei Investitionen: Folgekosten im Blick haben!

Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen e. V. / Newsticker Nordrhein-Westfalen 15.01.2026, BdSt NRW

Ein neues Museum oder ein hübscher Park, Schwimmbad, Sportanlagen, Straßen - alle Investitonen ziehen Folgekosten nach sich für den Betrieb, den Unterhalt oder Personal. Diese Folgekosten werden oft nicht transparent dargestellt. Fatal für die öffentlichen Haushalte, sagte der Bund der Steuerzahler NRW in einem Interview mit der "Rheinischen Post":

In einem Interview mit Dorothee Schmidt-Elmendorff von der Rheinischen Post fordert BdSt-Experte Jens Ammann, dass Kommunen bei Investitionen an Folgekosten denken sollten.

Er sagt, dass jede Investition Folgekosten nach sich zieht. Die fallen jedoch häufig unter den Tisch, weil Politiker, Parteien, aber auch Verwaltungen oft glauben, sich mit vermeintlichen Wohltaten bei den Bürgern beliebt zu machen und zu punkten. Folgekosten würden bei einer Zustimmung für eine Investition durch den Stadt- oder Gemeinderat nur stören.

Folgekostenberechnungen einfordern

Die Politik sollte Folgekostenberechnungen einfordern, so Ammann. Städte wie Leverkusen und Hilden waren schon in den 1970er und 1980er Jahren Vorreiter. Die Stadt Meerbusch weist seit Jahrzehnten Folgekosten für Investitionen im Haushaltsplan aus. So wissen alle Ratsmitglieder vor einer Zustimmung, was auf die künftigen städtischen Haushalte zukommt und können abwägen. Auch die Öffentlichkeit kann sich ein Bild machen. "Wir sind davon überzeugt, dass diese Art von Transparenz einen erheblichen Beitrag zur Haushaltsdisziplin leistet", sagt Ammann.

Vor der Investitionsentscheidung

Deshalb ist der ehrliche Umgang mit den Folgekosten wichtig. Ammann: „Sie müssen ohne Schönrechnerei ermittelt werden und den Räten vor den Investitionsentscheidungen bekannt sein. So haben sie eine realistische Möglichkeit, Investitionen zu bewerten. Wenn Folgekosten früh ermittelt werden, kann bei der Planung früher darüber nachgedacht werden, wie sie reduziert werden können. Auch müssen Wirtschaftlichkeitsberechnungen professionell durchgeführt werden. Sind die auch noch öffentlich, wird der Zwang zur Sparsamkeit erhöht.“

Mit anderen Worten: Mehr Sparsamkeit durch transparente Folgekostenberechnungen vor Investitionsentscheidungen.

Das ganze Interview in der Rheinischen Post Monheim/Langenfeld vom 04.01.2026

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