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Jürgen Nielsen: "Wir würden uns wünschen, dass die Stadt Hamburg deutlich umsichtiger bei der Verwendung von Steuergeld ist. Zahlreiche Beispiele zeigen, dass manche Senatoren den Hang zur Steuerverschwendung nicht ablegen können oder wollen."
Jürgen Nielsen: "Wir würden uns wünschen, dass die Stadt Hamburg deutlich umsichtiger bei der Verwendung von Steuergeld ist. Zahlreiche Beispiele zeigen, dass manche Senatoren den Hang zur Steuerverschwendung nicht ablegen können oder wollen."
© BdSt / Mummenhoff

Bearbeitungszeit Steuererklärung: Hamburg rutscht ab!

Bund der Steuerzahler Hamburg e. V. / Meldungen 07.04.2021, Sascha Mummenhoff

Hamburg ist zum ersten Mal seit 2014 nicht mehr unter den Top 3

Hamburgs Finanzämter benötigen im Durchschnitt 38,5 Tage, um Steuererklärungen zu bearbeiten. Das ist das Ergebnis eines Checks des Bundes der Steuerzahler (BdSt) für sämtliche Steuererklärungen 2019, die im Jahr 2020 in den Finanzämtern eingereicht wurden.
Hamburg konnte sich im Vergleich zum Vorjahr zwar um 1,6 Tage verbessern. Aber: Zum ersten Mal seit 2014 ist Hamburg nicht mehr unter den Top 3. Im Ländervergleich landet die Hansestadt auf Rang 4 von 16. Spitzenreiter ist Berlin mit durchschnittlich 37 Tagen, am schlechtesten schneidet Thüringen mit 62 Tagen ab.
"Trotz des Verlusts der Top-Position sind diese Werte erfreulich für alle Steuerzahler in Hamburg", sagt Jürgen Nielsen, stellvertretender Vorsitzender des Steuerzahlerbundes Hamburg. "Wir würden uns allerdings wünschen, dass die Stadt Hamburg deutlich umsichtiger bei der Verwendung von Steuergeld ist. Zahlreiche Beispiele zeigen, dass manche Senatoren den Hang zur Steuerverschwendung nicht ablegen können oder wollen."
Unterschiede gibt es in Hamburg je nach Art der Steuererklärung: Während es bei Arbeitnehmer:innen durchschnittlich 37,6 Tage dauert, warten Selbstständige und Unternehmer:innen 40,1 Tage auf ihren Bescheid. Bei letzteren liegt Hamburg damit sogar auf Platz 3. Bei den Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte. Die Bearbeitungszeit kann im Einzelfall nach unten oder oben abweichen. Das hängt von der Komplexität des Sachverhalts, dem Umfang sowie der Vollständigkeit der Angaben und gegebenenfalls von erforderlichen Nachfragen bei den Steuerpflichtigen ab. Die Analyse beruht auf Anfragen des BdSt bei den Landesfinanzministerien im Frühjahr 2021.
Am schnellsten waren die Finanzbeamten in Berlin. Den zweiten Platz sichert sich Rheinland-Pfalz, dicht gefolgt von den Nordlichtern Schleswig-Holstein und Hamburg.

Hintergrund:
Bis zum 31. Juli haben Steuerzahler:innen grundsätzlich Zeit, ihre Steuererklärung für das vorangegangene Jahr beim Finanzamt einzureichen. Dann heißt es abwarten, denn nun sind die Finanzbehörden an der Reihe. Wie schnell man seinen Bescheid erhält, hängt allerdings auch vom Wohnort des Steuerzahlers ab. Denn je nach Bundesland unterscheiden sich die Bearbeitungszeiten. Deshalb fragt der Bund der Steuerzahler (BdSt) jährlich offiziell bei der Finanzverwaltung nach: „Wie lange dauert es bis zum Steuerbescheid?“ Unser aktueller Bearbeitungscheck bezieht sich dabei auf die Steuererklärungen, die bis Ende 2020 für das Veranlagungsjahr 2019 abgegeben wurden.
Unser Fazit: Am schnellsten waren wieder einmal die Finanzbeamten in Berlin. Den zweiten Platz sichert sich Rheinland-Pfalz, dicht gefolgt von den Nordlichtern Schleswig-Holstein und Hamburg. Am längsten warten mussten im Durchschnitt, wie bereits im vorherigen Jahr, die Steuerzahler in Thüringen: Die Spanne liegt zwischen 37 Tagen in Berlin und 62 Tagen in Thüringen. Mit 25 Tagen ein gewaltiger Unterschied. Deshalb lautet unser Appell: Die Bundesländer auf den hinteren Rängen müssen sich anstrengen und aufholen.
Dennoch haben sich die Finanzämter Lob verdient, denn 14 von 16 Bundesländern haben sich verbessert. Sie haben - trotz der Corona-Pandemie 2020 - die Erklärungen schneller bearbeitet als im Vorjahr. Besonders hervorzuheben sind dabei Schleswig-Holstein und Bremen. Hier ging es bis zur Zustellung des Steuerbescheids im Schnitt 20 beziehungsweise 13 Tage schneller. Vorschub hat sicherlich auch die zunehmende Digitalisierung geleistet. Die Quote der vollständig automationsgestützt bearbeiteten Erklärungen hat sich etwas erhöht.

Ranking 2020 – durchschnittliche Bearbeitungszeiten

  1. Berlin 37 Tage
  2. Rheinland-Pfalz 38Tage
  3. Schleswig-Holstein 38,2 Tage
  4. Hamburg 38,5 Tage
  5. Saarland 39,7 Tage
  6. Bayern 41,1 Tage
  7. Brandenburg 41,65 Tage
  8. Sachsen 42 Tage
  9. Sachsen-Anhalt 42,8 Tage
  10. Bremen 43 Tage
  11. Mecklenburg-Vorpommern 46 Tage
  12. Hessen 47,1 Tage
  13. Niedersachsen 47,6 Tage
  14. Baden-Württemberg 48 Tage
  15. Thüringen 62 Tage
  16. Nordrhein-Westfalen:  Kann bis zu sechs Monate dauern

 

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