Mitglied werden
Suche
Vor Ort
Presse
Menü
Login
Menü schließen

Menü schließen

Sie sind hier:  Startseite  Aktuelles  Luxus-Radweg gestoppt

Luxus-Radweg gestoppt

Steuerwächter / Erfolge / Bund der Steuerzahler Niedersachsen und Bremen e. V. 06.11.2018

Intakten Radweg für fast eine halbe Million Euro ersetzen? Nicht mit uns!

Der Ersatzneubau eines 860  m langen Geh- und Radwegabschnitts auf der Westseite der Uelzener Straße in Lüneburg sollte 452.000  Euro kosten, also rund 525  Euro pro Meter. Die Hansestadt hätte davon nur rund 20  Prozent aus eigenen Finanzmitteln bezahlen müssen, die übrigen 80  Prozent sollten aus Fördermitteln des Kommunalinvestitionsprogramms des Bundes kommen. Diese hohe Bundesförderung war möglicherweise auch der ausschlaggebende Faktor, der die Hansestadt überhaupt einen Ersatzneubau an dieser Stelle in Betracht ziehen lassen hat. Die Fehlanreize durch Mischfinanzierungen hat der Bund der Steuerzahler auch im Schwarzbuch wiederholt kritisiert.

Der Zustand des bisherigen Radwegs kann jedenfalls durchaus als gut bezeichnet werden. Lediglich auf einem kurzen Abschnitt kommt es bei Regen infolge 
einer Absenkung zu Pfützen, die im Winter zu Glatteis führen können. Eine gezielte Sanierung des entsprechenden Abschnitts kann diesen Umstand einfach und schnell beheben. Zudem wäre es für den Steuerzahler auch deutlich günstiger, wie ein Blick auf die andere Seite der Uelzener Straße zeigt: Der Geh- und Radweg auf der Ostseite soll nämlich für lediglich 150  Euro pro Meter saniert und zudem etwas verbreitert werden. Für die reine Sanierung eines weiteren Abschnitts sind sogar nur 80  Euro pro Meter vorgesehen.

Diese Bedenken gegen den Neubau des Radwegs brachte der Bund der Steuerzahler bei der Lüneburger Verwaltungsspitze vor. Mit Erfolg! Bereits kurz danach nahm die Lüneburger Verwaltung von dem Neubauvorhaben an der Uelzener Straße Abstand und empfahl dem städtischen Verkehrsausschuss, andere Verkehrsbaumaßnahmen vorzuziehen. Unter anderem können die Mittel nun dafür eingesetzt werden, potenzielle Unfallgefahrenpunkte in der Lüneburger Innenstadt zu entschärfen. Damit ist den Radfahrern und Fußgängern der Hansestadt sicher besser gedient als mit dem Ersatzneubau eines intakten Geh- und Radwegs.

Mit Freunden teilen