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Bärbel Hildebrand

Duisburg: Der teure Schandfleck bleibt

Newsticker Nordrhein-Westfalen / Meldungen 04.04.2020, Bärbel Hildebrand

Seit zwölf Jahren liegt das Gelände hinter der Stufenpromenade im Duisburger Innenhafen brach. Nach einem zwischenzeitlichen  Hoffnungsschimmer sieht die Zukunft für dieses Filetgrundstück wieder düster aus. 

Die Stadt verkauft das Grundstück für „kleines Geld“ an den Investor, dieser übernimmt die Kampfmittelsuche und die Errichtung von Bohrpfählen und verpflichtet sich, den Bau zu vollenden – das war der Stand im Oktober 2019. Nur vier Monate später erklärt die Stadt Duisburg, dass sie die Zusammenarbeit mit dem Investor beendet.

„Nach intensiven Verhandlungen in den vergangenen Monaten konnten beide Parteien aufgrund der ursprünglichen Vertragssituation keine Einigung über eine ausgeglichene Risikoverteilung finden“, so die Stadt in einer Pressemitteilung. Sie schildert die Probleme mit dem Baugrund und der Kampfmittelsuche und erklärt dann, dass sie in den letzten Monaten „intensiv mit dem Entwickler nach Lösungen gesucht“ habe, um „The Curve“ zu realisieren.

Was diese intensive Suche gekostet hat, erfahren die Steuerzahler nicht. Stattdessen können sie lesen: „Die Stadt Duisburg ist weiterhin davon überzeugt, dass eine Entwicklung der Spitzenlage am Duisburger Innenhafen nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich möglich ist. Daher plant die Stadtverwaltung nun eine neue Ausschreibung, um das Grundstück erneut am Markt zu platzieren.“ Nach dem Foster-Bau-Debakel, dem jahrelangen Stillstand und dem Scheitern von „The Curve“ kann man noch nicht einmal mehr von Zweckoptimismus sprechen. In Duisburg spielt man die drei Affen: nichts sehen, nichts hören, nichts sagen.
Die Fragen des Bundes der Steuerzahler NRW nach möglichen Alternativen zu einer Bebauung, nach künftigen Kosten und nach allen Kosten, die die Stadt in den vergangenen zwölf Jahren gestemmt hat, um das Gelände hinter der Stufenpromenade zu vermarkten, blieben dementsprechend unbeantwortet.  

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