BdSt NRW fordert Kurswechsel: 10 Positionen zur Landtagswahl 2027
Wichtige Info für Immobilienbesitzer!
Belastung substanziell runterfahren!
BdSt zur aktuellen OECD-Studie „Taxing Wages“ / Deutschland = Hochabgabenland
Die Steuerzahler in Deutschland sind im internationalen Vergleich extrem hoch belastet. Das geht aus der OECD-Analyse „Taxing Wages“ zur Steuer- und Abgabenquote 2025 auf Arbeit hervor. Die durchschnittliche Belastung für einen Single liegt demnach bei 35,1 Prozent – vor allem Sozialabgaben wie Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung fallen ins Gewicht. Die drei Spitzenreiter unter den 38 OECD-Ländern sind Belgien (52,5), Deutschland (49,3) und Frankreich (47,2).
Deshalb nehmen wir die GANZE Belastung in den Blick
„Deutschland nimmt einen negativen Spitzenplatz ein“, konstatiert BdSt-Präsident Reiner Holznagel und verweist auf weitere Lasten, die der jährliche OECD-Vergleich nicht berücksichtigt. Hinzu kommen zum Beispiel noch die Umsatzsteuer, die Grundsteuer oder auch Verbrauchsteuern wie Energiesteuer, Stromsteuer, Tabaksteuer, Alkoholsteuer und Kaffeesteuer. Als Bund der Steuerzahler nehmen wir deshalb die ganze Belastung in den Blick! In diesem Sinne haben wir eine Einkommens-Belastungsquote entwickelt – und einen Rechner, mit dem jeder Interessierte seine persönliche Belastung durch Steuern und Abgaben anonym ausrechnen kann: https://www.steuerzahler.de/belastungs-check/. Nach unseren Berechnungen ist Fakt: Ein durchschnittlicher Arbeitnehmer-Haushalt muss für jeden verdienten Euro knapp 53 Cent an die öffentlichen Kassen abgeben. Nur rund 47 Cent bleiben zur freien Verfügung.
Deshalb brauchen wir substanzielle Entlastungen!
„Mehr als die Hälfte des von Arbeitnehmern erwirtschafteten Einkommens wird staatlich umverteilt und verwaltet“, kritisiert Präsident Holznagel. „Das schwächt Arbeitsanreize, belastet die Wirtschaft und stört das Gerechtigkeitsempfinden vieler Menschen.“ Umso dringender ist eine Reform für den Einkommensteuertarif, um kleine und mittlere Einkommen zu entlasten, sowie spürbare Entlastungen bei den Sozialversicherungsbeiträgen! Unter dem Strich sollte es das politische Ziel sein, die Belastungsquote unter die 50-Prozent-Marke zu drücken. Neben steuerlichen Entlastungen kann die Bundesregierung aber noch mehr beitragen und Prioritäten bei ihren Ausgaben wie zum Beispiel den Subventionen setzen.